|  |  Die 1983 gegründete Sparda-Datenverarbeitung eG in Nürnberg ist IT-Dienstleister für 28 Banken, die zusammen eine Bilanzsumme von 62,4 Mrd. Euro ausweisen und deutschlandweit 4,5 Mio. Bankkunden betreuen. Die Sparda-Datenverarbeitung setzt bewährte und zukunftsweisende Software-Produkte und Systemplattformen ein, um Kunden beste Servicequalität zusichern zu können. Skaleneffekte und die schnelle Anpassungsfähigkeit an neue Technologien reduzieren dabei spürbar die Betriebskosten für die betreuten Sparda-Banken, PSD Banken und die NetBank.
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Linux-Anwendungen auf zSeries
Die K-Fall-Problematik wird zunehmend für Open- Systems-Anwendungen
relevant. Im Mainframe-Bereich ist sie schon lange bekannt - und schon
lange gelöst. Warum also nicht Datenbankanwendungen, die durch hohen
Datendurchsatz und geringen CPU-Verbrauch gekennzeichnet sind, auf den
Großrechner verlagern und die dort bereits installierten und
etablierten Backup/ Recovery-Systeme nutzen? Mit Linux auf
zSeries unter VM als Integrationsplattform ist dies technisch möglich
und hinsichtlich der Software-Kosten interessant: Allein durch die
Verlagerung des Tivoli Storage Manager (TSM) auf z/Linux konnte die
Sparda-Datenverarbeitung über eine halbe Million Euro an
Software-Gebühren pro Jahr einsparen. Ein weiterer Vorteil ist die
Offenheit für neue Anwendungen: Viele Software-Anbieter fokussieren
derzeit ihre Entwicklung auf den Open-Systems-Bereich, insbesondere auf
das Betriebssystem Linux.
Vom Testlauf zum Selbstläufer
„Unsere personelle Organisationsstruktur kommt der Integration und
Konsolidierung von Open-Systems- und Mainframe-Welt entgegen“, ist
Bernd Bohne überzeugt, der bei der Sparda-Datenverarbeitung für
Datenbanken und Zentrale Systemtechnik verantwortlich ist. Gemeinsam
mit COMPAREX als Fulfillment-Partner für IBM zSeries wurden die
Voraussetzungen für den Test von Linux-Anwendungen auf dem Großrechner
geschaffen. „Wir haben unserem Management die möglichen Einsparungen
bei den Software-Kosten aufgeschlüsselt und dann grünes Licht für einen
Testlauf bekommen. Daraus ist inzwischen ein Selbstläufer geworden. Die
Vorteile gerade beim Thema K-Fall-Vorsorge liegen auf der Hand und nun
wollen immer mehr Fachabteilungen ihre Open-Systems-Anwendungen auf den
Großrechner bringen“, freut sich der Abteilungsleiter. Die Mitarbeiter
der Zentralen Systemtechnik haben dafür ein spezielles
Cloning-Verfahren entwickelt, mit dem sie in nur 30 Minuten einen neuen
Linux-Gast auf der zSeries mit kompletter Netzwerk- und
Speicheranbindung einrichten können.
Erwartungen wurden übertroffen
In mehreren Schritten wurden folgende Anwendungen auf IFLs (Integrated Facility for Linux) der IBM zSeries verlagert:
- Tivoli Storage Manager
- CICS Transaction Gateways: die
Applikation als Verbindungsstück zwischen WebSphere und CICS
- Datenbank der Vorgangssteuerung,
die mit den Daten aus dem z/OS-Umfeld versorgt wird
- Digitale Postbox: der Großrechner liefert rechtsverbindliche Images von Kontoauszügen
- Datenbank des “Vertriebsorientierten Arbeitsplatzes", eine Intranet-Anwendung
Intensive Belastungstests ergaben sehr gute Antwortzeiten bei niedrigem
CPU-Verbrauch. Der Produktivstart erfolgte im November 2004 und seitdem
laufen die Anwendungen äußerst stabil. „Es hat sich gezeigt, dass
'Linux on zSeries' mit seiner Netzwerk-Connectivity sehr gut als
Integrationsplattform geeignet ist“, fasst Oliver Röthinger, Zentrale
Systemtechnik, seine Erfahrungen zusammen. Um die Vorteile dieser
Lösung jedoch optimal ausnutzen zu können, muss laut Oliver Röthinger
eine Grundvoraussetzung gegeben sein: „Die zuständigen Mitarbeiter
sollten sowohl Linux als auch VM beherrschen".

Hochverfügbarkeit für Open Systems
Im Open-Systems-Bereich sind kontinuierlich steigende Datenmengen mit
unterschiedlich starken Sicherungsanforderungen zu verzeichnen. Die
Sparda-Datenverarbeitung hat FC-Tape-Laufwerke an den Mainframe
angebunden, um diese Infrastruktur dem TSM auf 'Linux on
zSeries', wie auch anderen Open Systems Servern, zur Verfügung stellen
zu können. Die Steuerung der Tape Libraries wurde bewusst unter
z/OS belassen. Sicherungen können unter TSM-Kontrolle LAN-free
erfolgen, wobei in diesem Fall nur noch die Meta-Daten zum Host
übertragen werden, die LAN-Sicherung des TSM wurde unverändert von z/OS
übernommen. TSM stehen dadurch vollkommen neue Optionen, wie z.B. die
LAN-free Sicherung, offen.
In Zukunft wird bezüglich Open Systems und Mainframe eine weitere
Integration und Backup-Konsolidierung stattfinden. Bereits heute stehen
jedoch für Open-Systems-Anwendungen die gleichen Abläufe und hohen
Sicherheitstandards zur Verfügung, wie sie im Mainframe-Bereich schon
lange üblich sind. So stellt die K-Fall-Vorsorge für Open-Systems-Daten
kein Neuland dar, sondern man bewegt sich auf sicherem Boden.
Kostenreduzierung und Investitionsschutz
Die vorhandenen Ressourcen werden besser ausgenutzt und insbesondere
bei den Software-Gebühren sind erhebliche Einspa-rungen möglich: Die
Sparda-Datenverarbeitung hat ihre Software-Kosten allein durch die
Verlagerung von TSM auf 'Linux on zSeries' drastisch reduziert. Die
Lizenzgebühren für CICS Trans-action Gateways betrugen unter z/OS das
12-fache gegenüber z/Linux. Bei der Berechnung der Software-Gebühren
für z/OS können durch die Verlagerung von Workload nun ca. 10% weniger
MSUs angesetzt werden. Es fallen keine zusätzlichen Kosten für eine
parallele Infrastruktur zur K-Fall Vorsorge für Open-Systems-Daten an.
Neuinvestitionen in die Großrechnerleistung für z/OS konnten
hinausgezögert werden, da durch die Verlagerung der I/O-intensiven
Anwendungen CPU-Kapazität frei wurde. Die den Open-Systems-Anwendungen
zugewiesenen Prozessoren sind zudem durch z/VM viel feiner skalierbar
und Whitespace kann reduziert werden.
Langjährige Partnerschaft mit COMPAREX
Seit mehr als zehn Jahren besteht zwischen der Sparda-Datenverarbeitung
und COMPAREX eine vertrauensvolle Partnerschaft. Als unabhängiger
Systemintegrator hat COMPAREX schon viele Projekte begleitet: Beratung,
technische Machbarkeitsstudien, Proof-of-Concept im COMPAREX Core
Competence Center, Wirtschaftlichkeitsanalysen aber auch Installation,
Betrieb, Wartung und Service. COMPAREX unterstützt die
Sparda-Datenverarbeitung in den Bereichen Data Center, Backup/Recovery
und als Linux Platinum Partner von Novell.
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