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Storage Networking bei BASF IT Services - Storage Networking bei BASF IT Services
 
 

Es geht auch ohne SAN. Viele Anforderungen lassen sich mit Hilfe anderer Technologien erfüllen. Trotzdem haben sich Speichernetzwerke auf breiter Linie durchgesetzt. Und das nicht ohne Grund: Neue Möglichkeiten, mit dem wachsenden Storage-Bedarf Schritt zu halten, ein höheres Maß an Flexibilität und nicht zuletzt Kosteneinsparungen. Diese Erfahrung machte die BASF IT Services.

„Jeder Stufenübergang war natürlich nicht unproblematisch. Wenn man vier Switches zusätzlich installiert und baut parallel dazu einen Backbone auf, dann ist das nicht ohne Tücken. Dabei war uns die Unterstützung von COMPAREX mit ihren Erfahrungen in diesem Umfeld eine große Hilfe."
CHRISTIAN POPP, ZUSTÄNDIG FÜR STORAGE AREA NETWORKING

BASF IT Services nutzt die Vorteile von Storage Networking

BASF IT Services ist ein europaweit agierendes IT-Unternehmen mit einem Umsatz von über 400 Millionen Euro. Es bietet ein komplettes Portfolio an IT-Dienstleistungen, das ein international tätiger Konzern benötigt - von der Betreuung von PC-Arbeitsplätzen über die Konzeption, Implementierung und den Betrieb von Netzwerken, Servern und Anwendungen. Der wichtigste Standort ist Ludwigshafen, an dem allein 1.400 der über 2.000 Mitarbeiter tätig sind.

In Ludwigshafen werden zwei Rechenzentren betrieben, von denen aus europaweit mehr als 50.000 Benutzer mit knapp 500 AIX-, Solaris-, HP-UX- sowie Novell NetWare- und Windows-Servern betreut werden. Auf dieser Server-Landschaft laufen zahlreiche Anwendungen, von denen SAP R/3 weitaus am wichtigsten ist. Dazu kommen Lotus Notes Mail-Systeme, Datenbanksysteme, Gateways, Print-Server etc.. Bis 2002 wurden mehr als 90 TB Plattenspeicher unterschiedlicher Hersteller mit einem jährlichen Wachstum von ca. 50 Prozent sowie zehn Magstar 3494 Tape Libraries installiert.

SAN oder Nicht-SAN?

Kurt Ziemlich, Systems Operations Manager bei BASF IT Services beantwortet diese Frage so: „Während im Tape-Bereich ein SAN unabdingbar war - denn mit SCSI waren die Entfernungen nicht zu überbrücken - gab es im Disk-Bereich keinen drängenden Bedarf, eine alternative Technologie zu suchen. Wir konnten allen Anforderungen genügen. Es stellte sich allerdings schnell heraus, dass sich mit der SAN-Technologie auch im Disk-Bereich ganz neue Möglichkeiten eröffnen."

Flexibilität führt zu Kostenvorteilen

Um den rasch wachsenden Plattenspeicher der Anwender zu befriedigen, wurde ein zunehmend höherer Administrationsaufwand betrieben. Diesen Aufwand versprach eine SAN-Konfiguration deutlich zu reduzieren. Noch wichtiger war aus Sicht von BASF IT Services, dass es ein SAN ermöglichte, die Speicherkapazitäten genau nach Bedarf sukzessiv auszubauen. Demgegenüber hätte die vorhandene Konfiguration einen Ausbau nur in relativ großen Schritten erlaubt. „Im SAN dagegen können wir zunächst mit einer kleinen Plattenkapazität beginnen und diese genau den Anforderungen des Kunden entsprechend anpassen. So wird z.B. für einen Anwender, der zunächst 400 GB und später weitere 200 GB benötigt, jeweils nur die notwendige Kapazität in Rechnung gestellt“, führt Kurt Ziemlich aus.

Diese Preisvorteile werden von der SAN-Technologie nicht gleich wieder kompensiert. „Ein Kostenvergleich hat uns gezeigt", erläutert Kurt Ziemlich, „dass wir mit RAID 5-Systemen in Kombination mit SAN-Technologie und einer SAN-Management-Lösung die Kosten gegenüber einer gespiegelten Direct Attached-Lösung senken können." Ein klarer Kostenvorteil für SAN ergibt sich dann, wenn man die Möglichkeit, den Plattenspeicher bedarfsorientiert zu erweitern, berücksichtigt.

Zwei starke Partner für BASF IT Services: COMPAREX und McDATA

Bei der Realisierung des SANs, das COMPAREX in enger Kooperation mit BASF IT Services konzipierte und aufbaute, entschied sich das Unternehmen nach einer eingehenden Marktanalyse für Fibre Channel-Komponenten von McData. Diese Switches wurden dem Anforderungsprofil am besten gerecht. Christian Popp, zuständig für Storage Area Networking bei BASF IT Services, erläutert: „Für uns ist der Einsatz von hochverfügbaren Directors Grundvoraussetzung für einen stabilen Betrieb. Ebenfalls ist die Möglichkeit, Upgrades der Firmware und der Management-Software online und unterbrechungsfrei durchführen zu können, ein sehr wichtiger Aspekt. Was diese Kriterien betrifft, kam nur McData in Frage.“

Im Disk-Bereich bauten BASF IT Services und COMPAREX zunächst mit vier 32-Port-Switches ein erstes SAN auf. Im zweiten Schritt wurde die Zahl der Switches in den zwei Rechenzentren auf je vier verdoppelt und redundant angebunden. Anfang 2002 wurde im dritten und bislang letzten Schritt ein rechenzentrumsübergreifender Backbone in das SAN integriert. Alle Ausbaustufen wurden online realisiert. „Jeder Stufenübergang war natürlich nicht unproblematisch", räumt Christian Popp ein. „Wenn man vier Switches zusätzlich installiert und baut parallel dazu einen Backbone auf, dann ist das nicht ohne Tücken. Dabei war uns die Unterstützung von COMPAREX mit ihren Erfahrungen in diesem Umfeld eine große Hilfe."

Schrittweise Migration

Kurt Ziemlich: „Den größten Teil unserer Plattenkapazitäten hatten und haben wir auch jetzt noch auf Direct Attached Storage. Wir behalten diese Systeme bei, betreiben sie, solange es wirtschaftlich ist, und integrieren sie bei Bedarf in das SAN."

SAN-Management liefert Transparenz

Als Management-Software wird McData`s SANavigator eingesetzt. Christian Popp erläutert: „SANavigator dokumentiert auch grafisch die Komponenten, die Topologie und die Auslastung. So erkennen wir, wie welche Geräte ausgelastet sind und wie weit eine Verbindung zusätzlich belastet werden kann. Die Software wurde schnell installiert. Nach kurzer Zeit hat man bereits die ersten Ergebnisse. Es ist eine richtig klasse Sache", so Popp.

Beurteilung und Zukunft

Uneingeschränkt positiv ist das Resümee über die ersten Erfahrungen: "Aus unserer Sicht haben sich die Erwartungen erfüllt", so Kurt Ziemlich. "Es ist eine stabile, performante, flexible Sache, die reibungslos läuft. An ein paar Schrauben muss man drehen, aber es ist unproblemtisch, zum Beispiel ein Sun-, HP- oder ein Linux-System an ein SAN anzuschließen.“

Die heutige Ausbaustufe ist noch nicht der letzte Stand. BASF IT Services plante von Anfang an, in der Zukunft ihre zwei Disk- und Tape-SAN`s zusammenzuführen. Wann das genau geschieht, ist noch offen. Es hängt davon ab, wann Technologien wie LANfree Serverless Backup ein Thema werden. Wenn es Sinn macht, die zwei SAN`s zu konsolidieren, werden wir es tun", so Christian Popp. Solange das nicht der Fall ist, lassen wir sie getrennt."