Detailanalyse: Von der Beschreibung bis zur Bewertung
Unter Berücksichtigung aller vorliegenden Informationen sind alle Angebote einer detaillierten Analyse unterzogen worden.
Dabei wurden auch die endgültigen Preisvergleiche vorgenommen. Als Resümee der gesamten Produkt- und Anbieterevaluierung hat COMPAREX schließlich im Rahmen einer „Executive Summary" eine Empfehlung für die weitere Vorgehensweise der Austria Tabak formuliert, um rasch mit einer möglichst erfolgreichen Umsetzung des Projekts in die Praxis beginnen zu können.
Preisvergleiche mit TCO-Berechnung
Die abgegebenen Angebotspreise einschließlich der für den direkten Preisvergleich über 36 beziehungsweise 60 Monate benötigten Informationen wurden gegenübergestellt, so daß eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung möglich wurde. Zwar wurde der Dienstleistungsanteil von der Anbietern zum Teil recht unterschiedlich gewichtet, dennoch konnte eine ausreichend genaue Aussage getroffen werden, so daß das Projekt über alle Phasen hinweg ohne Mehraufwand abgewickelt werden konnte.
Auswahlvorschlag und weitere Empfehlungen
Unter den eingereichten Lösungsvorschlägen für das ausgeschriebene Server-Konzept hatte sich ein empfehlenswertes Angebot herauskristallisiert. Die einzelnen System-Komponenten basierten auf modernster Technologie und fügten sich zu einem brauchbaren, interoperablen Gesamtkonzept zusammen. Die Konfiguration ist aus technischer Sicht schlüssig, wobei noch einige Verbesserungen angezeigt waren. Zusätzlich wurde empfohlen, das Archivsystem bei der Hochrüstung der Speichersysteme auf 3 TB (in der dritten Phase) um ein weiteres Bandlaufwerk zu erweitern, um genügend Reserven für die Datensicherung im gewünschten Sicherungszeitfenster zu schaffen. Des weiteren sollte das Speichersystem pro Standort mit einer zusätzlichen Kontrolleinheit ausgestattet werden, um so genügend Snapshots (25 pro RAID-Controller) anlegen zu können.
Umsetzung: Gleichzeitige Realisierung
Die Phasen I und II sind danach im Prinzip fertiggestellt und haben die Endabnahme im Dezember 2001 erfahren. Das ursprüngliche Drei-Phasen-Konzept war über zweieinhalb Jahre hinweg als stufenweiser Ausbau angelegt. Die Austria Tabak hat sich bei der Umsetzung der Angebote (wiederum mit Unterstützung von COMPAREX) dann entschlossen, die Phasen I und II gleichzeitig zu realisieren. Das betraf Server-Konzept, Backup/Restore, SAN und Ersatzrechenzentrum mit einem Teil der Auslagerung, die (in zirka 300 Meter Entfernung auf der gegenüberliegenden Straßenseite) aus Sicherheitsgründen bereits vorgenommen wurde. Die (eher untergeordnete) Phase III wird in den kommenden Jahren überwiegend die Software-Updates und ähnliche Aufgaben umfassen.
Wachstumserwartung sichergestellt
Bei Austria Tabak ist heute eine Verfügbarkeit der Server/Client-Struktur in Höhe von 99,5 Prozent sichergestellt. „Diesen Wert," bestätigt Dkfm. Heinz Benal, „hätten wir ansonsten nicht mehr gewährleisten können. Neben dem Sicherheitsaspekt ist natürlich die Erhöhung der Leistungsfähigkeit um den Faktor 2 zu nennen, die das Wachstum in den nächsten zirka fünf Jahren trägt." Dazu kommt die Unterstützung bei der Installation, bei der Administration sowie eine bessere Datenspiegelung.
Im Falle eines größeren Ausfalls von Komponenten, also in einem Katastrophenfall, ist es möglich, das System innerhalb eines Tages wieder zur Verfügung zu tellen.
Professionelle Vorgehensweise mit COMPAREX
„Ich habe," erinnert sich Dkfm. Heinz Benal, „die transparente, professionelle Vorgehensweise in dem doch schwierigen Prozeß, diese unterschiedlichen (speziell Storage-)Philosophien zu analysieren und auch aufzubereiten, bei COMPAREX sehr geschätzt. Ebenfalls bemerkenswert ist das Durchringen zu einer klaren Aussage zu den einzelnen Angeboten. Das ist nicht immer so. In manchen Expertisen werden mal hier mal dort Vor- und Nachteile ermittelt, so daß man nachher so klug ist als zuvor. In diesem Fall haben wir aber ein gutes Gefühl der Entscheidungsgrundlage gehabt."
Dkfm. Heinz Benal: „Klare Aussagen zu den einzelnen Angeboten"
Als nächste partnerschaftliche Aufgabe war eine Beratung zur Auswahl einer zukunftssichereren Firewall-Lösung angedacht. Durch die Übernahme von Austria Tabak durch Gallaher wurde das Projekt jedoch gestoppt, „weil die Engländer bereits eine Firewall im Einsatz haben, die unter anderem auch bei uns in die nähere etrachtung kommen sollte. Da wir von Gallaher erfuhren, daß man damit gute Erfahrungen gemacht hat, konnten wir auf die angedachte Analyse und Bewertung verzichten. Die neue Firewall wurde im Dezember 2001 bereits implementiert."
Austria Tabak: Über zwei Jahrhunderte alt
Austria Tabak ist ein 1784 als Staatsbetrieb gegründeter, 1939 in eine Aktiengesellschaft umgewandelter und seit 1997 börsennotierter, international tätiger Industrie- und Handelskonzern, der auf zwei strategische Geschäftsbereiche - Tabakindustrie und Handel - ausgerichtet ist. Zum einen umfassen die Industrieaktivitäten die Produktion und die Vermarktung von Tabakwaren. Als Handelsunternehmen ist Austria Tabak darüber hinaus mit führenden Marktstellungen in Österreich, Deutschland, Ungarn und Estland vertreten. Die Aktien befinden sich heute zu fast 100 Prozent im Besitz der britischen Gallaher-Gruppe.