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WSR - Kosteneinsparung durch Klassifizierung im Storage- und Server-Bereich
 
 

Nach einer unbefriedigenden Phase, in der das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Rechenzentrum (WSR) nicht mehr von HP direkt, sondern von ständig wechselnden HP-Partnern betreut wurde, suchte das Rechenzentrum ein kompetentes Unternehmen, das als zentraler Ansprechpartner bei Betreuung und Entwicklung der zentralen Server- und Storagelandschaft auftritt. Ein verlässlicher und technisch versierter Partner wurde schliesslich in der Firma Comparex gefunden, die das WSR mit Expertise und Knowhow auch tatkräftig beim Aufbau eines Storage Area Networks (SAN) unterstützt.
Die Geschichte der HP-UX-Midrange-Systeme des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Rechenzentrums geht bis in das Jahr 1992 zurück. In diesem Jahr wurde der Unisys 1100 Großrechner durch einen HP-Cluster abgelöst. Wie die Unisys 1100 davor, dienen die HP-UX-Rechner vor allem der Pflege und Verwaltung der volkswirtschaftlichen Datenbank des Österreichschen Institutes für Wirtschaftsforschung (WIFO). Diese Datenbasis dient unter anderem auch als Grundlage für die Berechnung der Österreichischen Wirtschaftsprognosen, die vom WIFO und anderen Forschungsinstituten periodisch durchgeführt werden. Als Rechenzentrum des WIFO ist das WSR im Gebäude des WIFO im Wiener Arsenal untergebracht. Als nationaler Datenhost zählt das WSR Unternehmen und Institute, wie die Österreichische Nationalbank, die Bank Austria Creditanstalt AG, Universitätsinstitute und Forschungsinstitute wie z.B. das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) oder das Institut für Höhere Studien (IHS) zu seinen Kunden.

Das als Nachfolge der Unisys 1100 aufgebaute, hochverfügbare System zur Haltung der volkswirtschaftlichen Datenbank besteht zur Zeit aus einem HP 9000 Server-Cluster und einem EMC-Storagesystem Symmetrix 3330.
Lange Zeit wurde das WSR von Hewlett-Packard direkt betreut, auch die Symmetrix-Produkte wurden ursprünglich von HP vertrieben. Nachdem HP nur mehr eigene Storage-Systeme im Vertrieb hatte, wurde die Betreuung der Symmetrix direkt von EMC übernommen. Letztlich hat HP seine Strategie der Kundenbetreuung gänzlich geändert und die Betreuung kleinerer Betriebe wie dem WSR an HP-Partnerfirmen übertragen.

Als Folge dieser Entwicklung hatte das WSR mit einer wachsenden Fluktuation von Betreuern zu kämpfen, nicht zuletzt deshalb, weil sich die Firmen in einem ständigen Umstrukturierungsprozess in Form von Zusammenschlüssen oder Ausgliederungen befanden.

Aus dieser unbefriedigenden Situation heraus hat das WSR einen Partner gesucht, der einerseits die zentralen Systeme gemeinsam betreut sowie bei der Systementwicklung Hilfestellung leistet und der andererseits eine gewisse Konstanz dieser Betreuung glaubhaft sicherstellen kann. In dieser Zeit begann die Partnerschaft zwischen dem WSR und Comparex mit der Anschaffung eines NAS-Storagesystems Clariion IP4700, das anders als die im Highend-Bereich angesiedelte Symmetrix nicht für den Datenbankbetrieb, sondern vorwiegend für die Benutzer-Filesysteme eingesetzt wurde.

Comparex als Partner für die zentrale Infrastruktur-Entwicklung
Mit Anschaffung und Betreuung der Clariion IP4700 durch Comparex war das WSR sehr zufrieden, so dass man unter anderem auch an Comparex herantrat, als der sechs Jahre alte, zentrale HP-Datenbankserver erneuert werden musste. Um die Fluktuation bei den HP-Partnern zu beenden, sollte wieder ein zentraler, verlässlicher Partner für die Datenbankserver- und Storage-Systeme gesucht werden. Dieser Partner für die zentrale Infrastruktur-Entwicklung wurde mit Comparex als dem Bestbieter im Auswahlverfahren gefunden.

Gegenwärtig arbeitet das WSR gemeinsam mit Comparex am Aufbau eines Storage Area Network (SAN). Nur ein SAN bietet die optimalen Voraussetzungen für eine Klassifizierung der Storage-Systeme, die auf Grund der unterschiedlichen Anforderungen im Forschungsbetrieb und aus Kostengründen notwendig ist.

In einem ersten Schritt wird dazu das IP4700-NAS-System auf ein FC4700 Fibre-Channel-System umgebaut, und zwei Linux-Server "direct attached". Der reine Aufbau, bei dem die technische Kompetenz von Comparex zum Tragen kam, dauerte einen knappen Monat. Er umfasste die Umrüstung des Systems, die Anbindung an zwei Linux-Server, die Installation der Hostbus-Adapter, die Auswahl der richtigen Treiber und der richtigen Kernel-Version, die Installation der PowerPath-Software sowie Backup und Restore der Daten. "Das klingt trivial, ist aber mit vielen Mühen im Detail verbunden und da haben wir gesehen, dass wir von Comparex gut betreut sind. Gerade in einer heterogenen Systemumgebung und mit Linux-Servern für strategische Dienste ist es ganz wichtig, dass man einen Partner hat, der sich mit der Materie gut auskennt" sagt der Geschäftsführer des Rechenzentrums, Herr Buzeczki.

Dem Projekt, an dem zwei Comparex Mitarbeiter und die beiden Systemadministratoren des WSR, Frau Lanik und Herr Dipl.Ing. Holzer beteiligt waren, kam die Kompetenz und das Knowhow von Comparex sehr zu gute, beschreiben die WSR Mitarbeiter die Umsetzung. So zum Beispiel bei der Implementierung der PowerPath-Software von EMC auf den betroffenen Linux-Servern. Die Software ermöglicht es dem Server, als Ausfallschutz- und aus Loadbalancing-Gründen über mehrere Pfade auf den Massenspeicher zuzugreifen. Dieses System bewährte sich schon bald nach der Installation, als ein Storage-Prozessor des FC4700 ausfiel und PowerPath sofort einen zweiten Pfad fand, wodurch ein teurer Systemstillstand vermieden wurde.

Nach der oben beschriebenen ersten Ausbaustufe des SAN ist als nächster Schritt der eigentliche Aufbau der SAN-Infrastruktur mit den SAN-Switches geplant. Ziel des Projektes ist es, im SAN eine Server- und Storage-Hierarchie zu realisieren, die hilft, schnell und kostengünstig auf kurzfristigen Bedarf, wie er im Forschungsbetrieb häufig entsteht, reagieren zu können. So sollen Projektdatenbestände, Benutzerfilesysteme und die zentralen Datenbestände der volkswirtschaftlichen Datenbank über verschiedene kostenaufwändige Serverhardware und Storage-Systeme unterschiedlicher Preiskategorien flexibel zur Verfügung gestellt werden können. Nur so kann der ständig wachsende Storage-Bedarf des Rechenzentrums (derzeit werden mehr als 3 Terabyte Daten verwaltet) mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gedeckt werden.

Nicht nur in Sachen SAN-Kompetenz und -Knowhow ist das WSR mit Comparex zufrieden, auch in finanzieller Hinsicht hat das Unternehmen einiges zu bieten. Aus der Sicht von Geschäftsführer Gerhard Buzeczki konnte die Firma Comparex bis jetzt bei allen Ausschreibungen kompetitive Angebote abliefern und sorgt auch damit für die vom WSR gewünschte Kontinuität.

Das WSR im Überblick
Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Rechenzentrum (WSR) wurde 1971 als gemeinnütziger Verein gegründet und hat heute einen weit reichenden Aufgabenbereich im Umfeld der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschung in Österreich.
In seiner Funktion als Datenhost der Volkswirtschaftlichen Datenbank des WIFO bietet das WSR Zugang zu nationalen und internationalen Wirtschaftsdaten an. Durch den Einsatz entsprechender Softwarewerkzeuge können die angebotenen Indikatoren komfortabel abgefragt und zu Analysezwecken in andere Programme übernommen werden.
Als Rechenzentrum des WIFO betreut das WSR zudem eine umfangreiche EDV-lnfrastruktur mit Datenbank- und Netzwerkservern unter Unix/Linux, die Netzwerkinfrastruktur und rund 150 Arbeitsplatzgeräte. Die Hardware-lnfrastruktur des Rechenzentrums besteht aus einem zentralen HP/UX-Hochverfügbarkeitscluster mit je einer Maschine HP9000/rp5405/4 und HP9000/L1000 für den Betrieb der volkswirtschaftlichen Datenbank des WIFO. Weitere zentrale Dienste, wie z.B. Datenbanken für Individualdatenbestände, Application Server, File- und Printserver, Webserver, Firewall- und Proxyserver u.a. laufen auf Intel-basierten Servern unter Red Hat-Linux. Als Storage-Systeme sind ein Symmetrix 3330 (350 Gigabyte) der Firma EMC2, ein NAS-Storagesystem Clariion IP4700 (1 Terabyte) der Firma EMC2 sowie zwei Transtec SCSI Raid Systeme (mit je 1,6 Terabyte) im Einsatz. Als zentrale Datenbanksoftware wird Oracle eingesetzt, Desktop-Standard ist Windows 2000 und Microsoft Office XP.
Das WSR bietet zudem ISP-Leistungen im Bereich Web-Design und Web-Hosting an, wie die Entwicklung von Web-Auftritten für Projektkonsortien und die Entwicklung datenbankgestützter Websites.
Zur Definition, Durchführung und Auswertung von Web-basierten Befragungen hat das WSR ein komfortables Werkzeug entwickelt (WSR SUrvey SYstem), das auch anspruchsvollere Erhebungsdesigns wie periodisch wiederkehrende Befragungen (Panel) unterstützt.
Das WSR ist im Internet unter www.wsr.ac.at erreichbar.

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 Kosteneinsparung durch Klassifizierung im Storage- und Server-Bereich (480.42 KB)


Gerhard Buzeczki, der Geschäftsführer des WSR, ist mit der Arbeit von Comparex zufrieden: „Gerade in einer heterogenen Systemumgebung wie der unseren ist es von großer Wichtigkeit, dass man einen verlässlichen Partner hat, der sich im Bereich der Infrastruktur-Entwicklung gut auskennt.“