|  |  Doppelt hält besser: Ein bischöflich gesegnetes Hochsicherheitsrechenzentrum in den Kellergewölben der Erzdiözese Wien
2003 entschied sich die Erzdiözese Wien das Rechenzentrum aus den alten Räumlichkeiten umzusiedeln, da diese nicht mehr dem aktuellen Sicherheitsstandard entsprachen. Als neuer Standort wurde ein Kellergewölbe direkt unter dem Erzbischöflichen Palais gewählt. Als besondere Herausforderung stellte sich die Klimatisierung der alten Gemäuer heraus, die bereits zur Zeit der Türkenbelagerung als Vorratskeller genutzt wurden. Gemeinsam mit der Firma COMPAREX konnte in kurzer Zeit ein vollklimatisierter, videoüberwachter Hightech-Raum mit Hochsicherheitszugang und der neuesten Technik zur Brandfrühesterkennung realisiert werden.
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Aufmerksam wurde die Erzdiözese Wien auf die Firma COMPAREX auf einer
IDC Veranstaltung. COMPAREX hatte bereits im Jahr 2001 einen EDV-Raum
in den historischen Gemäuern des Wiener Bundeskanzleramtes realisiert.
Aufgrund der reichlich gesammelten Erfahrungen erging der Auftrag, ein
neues Rechenzentrum in den Kellergewölben der Diözese zu errichten,
schließlich im November 2003 an COMPAREX.
Planung bis ins kleinste Detail
Bis Ende Dezember wurde jeder Arbeitsschritt von COMPAREX akkurat
vorbereitet. Eine große Herausforderung stellte die Detailplanung dar.
So musste allem voran die ungewöhnliche Architektur des Kellergewölbes
berücksichtigt werden. In dem langen und schmalen Raum (68
Quadratmeter) mit Deckenschräge musste Platz für zwei Reihen von Racks
geschaffen werden. Ein doppelter Boden musste eingezogen und der
Standort von Löschanlage, Klimageräten und Rückkühlern bestimmt werden.
Auch Beleuchtung oder Kabeltassen mussten auf den Millimeter genau
eingeplant werden.
Der Erzdiözese Wien war es dabei ein Anliegen, die Aufträge nicht an
viele verschiedene Firmen zu übergeben, sondern einen kompetenten
Partner zu finden, der sämtliche Aufgaben koordiniert. COMPAREX
übernahm sowohl die Planung als auch das gesamte Projektmanagement und
konnte unter Beweis stellen, dass selbst unter schwierigen Bedingungen
ein Raum mit modernster Ausstattung realisierbar ist.
Premiere für automatische Stickstoff-Löschanlage
Besonderes Augenmerk wurde auf die Brandschutz-Anlage gelegt. Die
automatische Löschanlage wurde mit einem hochmodernen
Brandfrühesterkennungssystem kombiniert, das durch geringste
Veränderungen in der Luft sogar Schmorbrände sofort erkennt. Zwei
Rauchansaugsysteme (RAS) sorgen dort dafür, dass die Luft ständig
analysiert wird. Kommt es zu einer leichten Veränderung in der
Zusammensetzung (bereits ab 0,25 Prozent Lichttrübung), wird ein
Voralarm ausgelöst. Bei stärkerer Rauchentwicklung ab 0,8 Prozent
Lichttrübung wird der Hauptalarm ausgelöst. Dieser warnt Personen
mittels Hupe, Blitzleuchte und Leuchtwarnschildern den Raum sofort zu
verlassen, beziehungsweise nicht mehr zu betreten. Wenig später wird
der Raum mit Stickstoff geflutet.
Löschmittel Stickstoff
Da es sich nicht empfiehlt bei empfindlichen Großrechnern Brände mit
Wasser zu bekämpfen, wurde auf Stickstoff zurückgegriffen. Das
ungiftige Gas ist ein leicht handzuhabendes Löschmittel. Bei der Lösung
von COMPAREX für die Erzdiözese wartet der Stickstoff in fünf Flaschen
außerhalb des Rechenraums auf seinen Einsatz. Sollte es zu einem Brand
kommen, wird der Raum mit dem Gas geflutet. Ist der Brand gelöscht,
kann der Stickstoff durch die normale Belüftung entweichen.
COMPAREX zeichnet ebenfalls für die Vernetzung des Gebäudes mit dem
Brandfrühesterkennungssystem verantwortlich. In Störfällen erscheint
eine Nachricht auf der Betriebsmeldeanzeige im System-Raum und beim
Portier. Der Zugriff auf den Überwachungsserver und die Videokameras
kann von jedem Standpunkt aus über PC oder Notebook erfolgen.
Doppelt gesicherte Stromversorgung
Die Stromversorgung wird über zwei redundante USV-Stromkreise
gewährleistet. Die Batterieblocks, die bei einem Totalstromausfall die
Notversorgung übernehmen, können das gesamte System 25 Minuten aufrecht
halten. Genug Zeit um in Ruhe alle Daten zu sichern und das System
ordnungsgemäß herunterzufahren. Bei der Installation der
Stromversorgung kamen über 150 Meter Tragsysteme, 56 Erdungsschellen
sowie 1,7 Kilometer Kabel zum Einsatz.
Hochsicherheitstrakt für Daten aus 660 Pfarren
Der Zugang zum Rechenzentrum wurde durch Spezialtüren mit
Motorschlössern, Berechtigungsterminals und Berechtigungskarten
gesichert. Die Terminals sind für die Türentriegelung und Liftfreigabe
sowie für die Protokollierung der Zutritte verantwortlich. Gekoppelt
ist das System mit acht Kameras, die jeden Punkt des Raumes einsichtbar
machen. Die Planung mittels genauer Berechnung wurde seitens COMPAREX
hervorragend gemeistert.
Vom Keller aufs Dach
Ein wichtiges Ziel des Projekts war es, die einzigartige Atmosphäre der
denkmalgeschützten Gebäude der Erzdiözese Wien nicht durch auffällige
und laute Anlagen zu stören. Deshalb wurden die Rückkühler auf das Dach
des siebenstöckigen Gebäudes gehievt. Im Keller wurden auf Grund des
feuchten Klimas und der starken Wärmeentwicklung keine geeigneten
Bedingungen vorgefunden. Die schweren Geräte wurden mit einer
Spezial-Konstruktion auf dem Dach befestigt. Dem Problem der
Lärmbelästigung und der Schwingungen, die sich über die Rohre
fortsetzen, konnte COMPAREX mit frei schwingenden Pumpen
entgegensteuern. COMPAREX fand damit die ideale Lösung, um die Anrainer
im dicht besiedelten Stadtgebiet aber auch die Atmosphäre der
Erzdiözese nicht zu stören.
Leichter gesagt als getan
Die Rückkühler auf das Dach zu bringen stellte eine weitere
Herausforderung für COMPAREX dar. Auf Grund der Halteverbote und des
Autobusverkehrs, der durch die nächstgelegene Straße führt, wurde die
Aktion unter der Leitung von COMPAREX kurzer Hand in den beschaulichen
Innenhof der Diözese verlegt. Die baulichen Einschränkungen verlangten
allerdings nach einem speziellen Kranwagen, der die Rückkühler und
Pumpengruppen dank der hervorragenden Koordination seitens COMPAREX
rechtzeitig auf die eigens errichtete Plattform beförderte.
Termingerechte Fertigstellung dank großem Engagement
Obwohl die Bauarbeiten in dem alten Kellergewölbe noch nicht
abgeschlossen waren, musste COMPAREX bereits mit der infrastrukturellen
Ausstattung des Raumes beginnen. Denn der Raum sollte in der Karwoche
2004, also kaum mehr als drei Monate später, bezugsfertig sein. Nach
Arbeitsbeginn Mitte Jänner 2004 konnte COMPAREX den Raum mit großem
Engagement, trotz Hindernissen termingereicht im März fertig stellen.
Auch für Friedrich Ziehfreund, Business-Consultant von COMPAREX, war
die fristgerechte Fertigstellung ein großes Anliegen und so griff er
auch selbst zum Besen, wenn gerade Not am Mann war. Die Zusammenarbeit
zwischen dem routinierten Team von COMPAREX und der Erzdiözese Wien
verlief für beide Seiten sehr zufrieden stellend.
Doppelt gesichert
Technisch gesehen konnten die besten Sicherheitsvorkehrungen für den
Systemraum durch COMPAREX geschaffen werden. Um die Sicherheit des
Raumes nicht nur in die Hand der Technik zu legen, wurde er unter
Anwesenheit aller Beteiligten schließlich persönlich von Erzbischof
Christoph Kardinal Schönborn gesegnet.
Erzdiözese Wien
Die Erzdiözese Wien (http://stephanscom.at) umfasst das Bundesland Wien
und die östliche Hälfte des Bundeslandes Niederösterreich mit insgesamt
660 Pfarren.
Etwa 4.000 Mitarbeiter sind in den verschiedensten Bereichen der
Diözese beschäftigt, was durchaus einem Großunternehmen gleich kommt.
Dank der rund 1.369.000 Mitglieder ist sie die zahlenmäßig größte Diözese Österreichs.
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  | "Auf der grünen Wiese ist es leicht, ein geräuschvolles Kühlsystem aufzustellen, mitten in der Stadt stellt es jedoch eine große Herausforderung dar."
"Die Firma Comparex versteht es ausgezeichnet, die richtigen Sublieferanten und Professionisten auszuwählen, um gemeinsam zu einem guten Gesamterfolg zu kommen."
Wolfgang Pelz, Projektverantwortlicher und Leiter Betrieb & Betreuung des Referates für Datenverarbeitung der Erzdiözese Wien. |
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