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Magna Steyr, Graz - Magna Steyr und ein erfolgreiches Outsourcing-Projekt
 
 

Die Notwendigkeit einer höheren Flexiblität und der Erweiterbarkeit der bestehenden SAN-Infrastruktur bei Magna Steyr in Graz veranlasste
die IT-Verantwortlichen, sich nach einer Alternative umzusehen. Mit Comparex als Partner fanden sie
eine Lösung, die die geforderte Verfügbarkeit garantierte und zudem Kosten sparen half.
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Die Notwendigkeit einer höheren Flexiblität und der Erweiterbarkeit der bestehenden SAN-Infrastruktur bei Magna Steyr in Graz veranlasste
die IT-Verantwortlichen, sich nach einer Alternative umzusehen. Mit Comparex als Partner fanden sie
eine Lösung, die die geforderte Verfügbarkeit garantierte und zudem Kosten sparen half.

"Früher gab es im Grazer Werk noch regelmässige  Werksferien und längere Wartungsfenster, diese Zeiten sind vorbei. Jetzt ist absolute Verfügbarkeit sowie Flexibilität gefragt", schildert Manfred Ziegler, Leiter des für Produkte, Service und Infrastruktur zuständigen IT-Bereichs bei Magna Steyr, die verschärften Anforderungen an die IT des bekannten Zulieferunternehmens der Autoindustrie. Da die bestehende Infrastruktur sich dabei als zuwenig flexibel erwies, begann sich Manfred Ziegler gemeinsam mit dem für die Leitung des Netzwerks verantwortlichen Josef Moosbauer Alternativen zu überlegen. Die Techniker berechneten zunächst, wie lange sie mit ihrer Infrastruktur noch das Auslangen finden konnten. Diese bestand in einem seit Ende 2001 bestehenden Storage Area Network (SAN), das für die Steuerungsdevices der Produktionsplanungs- und Steuerungsrechner sowie dem zentralen Backup der Network Attached Storage (NAS)-Infrastruktur zuständig war. Dabei zeigte sich, dass man Erweiterungsinvestitionen hätte tätigen und zudem SAN-Knowhow aufbauen müssen, um die SAN-Infrastruktur in der bestehenden Form weiter betreiben zu können. Deswegen riefen die Techniker ein Projekt ins Leben, bei dem es darum ging, mit einem Partner eine flexible und erweiterbare Lösung auszuarbeiten und zu implementieren. Drei Partner beteiligten sich, den Zuschlag bekam Comparex.

Schnelle Umsetzung ohne Probleme
Die Umsetzung ging schnell über die Bühne: Innerhalb von zwei Wochen war das Projekt durchgezogen - ohne jegliche Downtime, wie Moosbauer versichert. Inklusive der Planungsarbeiten betrug die Dauer knapp einen Monat. Bei der Implementierung waren ausschließlich Comparex-Leute beteiligt, das fünfköpfige Team von Moosbauer konnte sich weiterhin den aktuellen Aufgaben widmen.
Die Umsetzung sei sehr unproblematisch vonstatten gegangen, erinnert sich Moosbauer, da Comparex dabei auch die vorhandenen Switches übernommen habe. Einer der größten Brocken sei sicherlich die Erstellung der kompletten Dokumentation der physikalischen Verkabelung zwischen den einzelnen Rechenzentren und Switches gewesen. Zudem war Comparex unter anderem verantwortlich für das Aufstellen und die Inbetriebnahme der zusätzlich zu implementierenden Switches, das Anschließen der Hosts an das System, das Einrichten der entsprechenden Zonen in Absprache mit der Magna Steyr sowie das Einrichten des Remote-Services.
Letzterer dient der Fernwartung der Systeme, für die Comparex ebenfalls zuständig ist. Comparex-Projektleiter Lothar Schuster beschreibt den bis auf die Portebene hinuntergehenden Remote-Service: "Da sich das ganze Management für die SAN-Umgebung in einem gesicherten virtuellen LAN befindet, wählt sich ein Comparex-Mitarbeiter in Graz in dieses VLAN ein, um den Status zu kontrollieren. Im Falle von groben Systemfehlern steht zudem in Wien ein Bereitschaftsdienst von Comparex zur Verfügung. Fällt ein Switch aus, gibt es in kürzester Zeit eine Meldung und der Comparex-Mitarbeiter in Graz entscheidet - nachdem er sich eingewählt hat -, ob er das Problem "remote" von seinem Arbeitsplatz lösen kann oder vor Ort sein muss."
Ausfallssicherheit spielt für Magna Steyr eine große Rolle, weswegen drei Rechenzentren mit zwei getrennten Fabrics im Einsatz sind. Jede dieser Fabric besteht aus sechs 16-portigen 1-GB-Brocade-Switches.

Nebeneffekt: Kosten gespart
Obgleich das primäre Ziel des Projekts, wie Manfred Ziegler betont, die Gewährleistung von Verfügbarkeit und Flexibilität war, wurde als willkommener Nebeneffekt eine Kostenreduktion erreicht. Moosbauer: "Wenn wir die Zusatzinvestitionen berücksichtigen, die wir hätten tätigen müssen, sind wir jetzt mit den Kosten eindeutig niedriger." Indem man diesen Bereich an Comparex ausgelagert habe, müsse nicht mehr in die Anschaffung neuer Hardware investiert werden, Zusatzinvestitionen entfallen. Jetzt genüge es, Comparex anzurufen und die benötigte Leistung werde "on demand" zur Verfügung gestellt. Erwähnenswertes Detail am Rande: Comparex setzt in diesem Fall kostengünstige gebrauchte Switches ein, die aber, wie Moosbauer glaubhaft versichert, "für unsere Zwecke absolut ausreichend sind".
Die Kostenbasis dieses hinzu gekauften Service-Levels stellt eine gewisse Fixanzahl an Ports, im vereinbarten Modell sind es 100. Jeder darüber hinausgehende Port kostet inklusive des kompletten Service von Beschaffung, Pflege, Monitoring etc. einen zusätzlichen fixen Preis pro Monat. Manfred Ziegler beschreibt die Einfachheit diese Prozesses: "Die Magna Steyr ist von Kundenprojekten gesteuert. Kommen mehr Projekte, dann brauchen wir mehr Systeme, mehr Hardware, sprich mehr SAN-Ports. Dann rufen wir einfach Comparex an. Kommen keine neuen Projekte, dann geht der Betrieb weiter wie bisher." "Die Erweiterung erfolgt also bei Bedarf und wäre innerhalb einer Woche zu bewerkstelligen", ergänzt Moosbauer.

Gerüstet für die Zukunft
Seit Juni 2003 ist die hier beschriebene Lösung in Betrieb. Seit damals habe es keine Probleme gegeben, versichern Ziegler und Moosbauer unisono. Zudem sei man - Stichwort Flexibilität - jetzt auch für die Zukunft gut gerüstet, denn das Projekt könne bei Bedarf auch auf 2-GB-Technologie ausgebaut werden, und zwar noch dieses Halbjahr, fügt Moosbauer hinzu.
Einzig die Produktlaufzeit, die bei gut gehenden Autos sieben Jahre beträgt macht Ziegler Kopfzerbrechen. Denn das bedeutet den Austausch der kurzlebigeren IT-Systeme mitten in der Produktionszeit. Doch das ist eine andere Geschichte.

Rohbau Voyager

Montageband
BMW X3 Montage, © BMW AG



BMW X3 Lackiererei, © BMW AG


Magna Steyr

Das Auto als Passion, nicht als Aufgabe - Magna Steyr Graz und ihre IT.
1998 übernahm Magna International Inc. die Steyr-Daimler-Puch AG und schuf daraus die Konzerngruppe Magna Steyr. Das Unternehmen ist der weltweit größte Auftragsentwickler und -hersteller von Automobilen. 2004 werden in Graz über 200.000 Autos gebaut.  
In der IT-Abteilung von Magna Steyr Graz sind rund 140 Mitarbeiter in den drei Bereichen Organisation, Softwareentwicklung und Produkte-Benutzerservice-Infrastruktur/Systeme beschäftigt. Die letztgenannte Abteilung beinhaltet den Bereich Infrastruktur, umfasst  24 Mitarbeiter und wird von Manfred Ziegler geleitet. Zu dieser Gruppe zählt auch der von Josef Moosbauer geleitete Netzwerk-Bereich. Bei Magna Steyr sind rund 250 Windows- und 150 Unix-Server im Einsatz. Die Produktion läuft auf Sun-Rechnern mit EMC-Storage und Oracle-Datenbanken. Linux ist im Engineering-Bereich stark im Kommen.

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