Neue State-of-the-Art S.W.I.F.T.-Applikation bei der Oesterreichischen Nationalbank
Die Oesterreichische Nationalbank
Einer der Eckpfeiler der strategischen Positionierung der OeNB betrifft den Erhalt ihrer hohen Reputation in geld- und währungspolitischen Belangen.
Die wesentlichen Aufgaben und strategischen Ziele in diesem Umfeld sind einerseits die aus der währungspolitischen Integration resultierenden europäischen Funktionen und anderseits auch weiterhin wichtige nationale Aufgaben einer Zentralbank.
OeNB: Flexibilität im IT-Bereich sicherstellen
Der IT-Bereich der OeNB gliedert sich in zwei Abteilungen. Die Entwicklungsabteilung erstellt businesskritische Eigenentwicklungen; die Abteilung für den Betrieb des Rechenzentrums ist unter anderem für den professionellen und störungsfreien Betrieb der IT-Anwendungen und -Basissysteme verantwortlich.
Neue Software im S.W.I.F.T.-Umfeld
Mit dem Einsatz neuer S.W.I.F.T.-Software (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications) musste aus Kompatibilitätsgründen auch der Wechsel auf eine andere Plattform erfolgen.
Bei der S.W.I.F.T.-Applikation handelt es sich um eine Software-Lösung für den Inlands- und Auslandszahlungsverkehr. Unter Anwendung höchster Sicherheitsstandards wird damit der Zahlungsverkehr sowohl zwischen den Notenbanken als auch den nationalen Geldinstituten abgewickelt. Höchste Performance und permanente Verfügbarkeit des Systems sind Grundvoraussetzungen, um diese Transaktionen im Umfang von vielen Milliarden Euro Tag für Tag reibungslos abzuwickeln.
Im Rahmen eines dafür initiierten Projekts fiel die Wahl auf Sun Solaris und den Partner COMPAREX. "Diese Lösung", erläutert Dipl.-Ing. Franz Zupan, technischer SWIFT-Projektleiter im Rechenzentrum der OeNB, "war die für uns einzige Möglichkeit die hohen Anforderungen im Rahmen unseres Systemumfeldes zu erfüllen ".
Sicherheit durch Clustering
Nach ersten Planungsgesprächen Anfang 2001 wurden im Mai die gelieferten Systeme in Betrieb genommen und mit der Installation der SWIFT-Lösung begonnen. Für das normale Tagesgeschäft sind nun 3 Server an beiden Standorten im Einsatz. Neben einem unter Solaris geclusterten Produktionssystem werden bei Bedarf auch die zusätzlich vorhandenen Testsysteme für den Produktionsbetrieb genutzt. Über ein darunterliegendes Enterprise Storage System, das ebenfalls über COMPAREX beschafft wurde, werden alle Standorte stets mit aktuellen Daten versorgt. Dieses Konzept ermöglicht beeindruckende Performance in Verbindung mit höchster Verfügbarkeit.
Plattform: Solaris
Unix-Systembetreuer Ing. Karl Flasch betont: "Wir haben eine hochverfügbare und hochperformante Lösung gesucht und mit Failover- und Cluster-Konzept auch gefunden. Heute sind optimale Voraussetzungen für den Betrieb unter den geforderten strengen Bedingungen gegeben." Sun Solaris ist dabei eine für die OeNB strategische Plattform, die auch bei Überlegungen zur künftigen Serverinfrastruktur ihren berechtigten Platz findet.
Bestnoten bei ISO-9000-Zertifizierung Die OeNB ist ein besonders anspruchsvoller Kunde. Die Partnerschaft mit COMPAREX hat sich dank der Flexibilität und Kompetenz des Systemintegrators sehr gut entwickelt. "COMPAREX ist ein Partner", unterstreicht OeNB Systemverantwortlicher Dipl.-Ing. Franz Zupan, "der nicht nur Produkte verkauft, sondern Gesamtlösungen bereitstellt. Ein Partner also, der vorausschauend bedenkt, was der Kunde zukünftig benötigen wird."
In den seit Herbst 2001 ISO-9000-zertifizierten Geschäftsprozessen des IT-Bereichs der OeNB ist auch eine Lieferantenbewertung enthalten. "Da hat COMPAREX Bestnoten erhalten" bestätigt Franz Zupan.
Lösung für die Herausforderungen im EZB-Verbund
Der Hauptnutzen der neuen S.W.I.F.T.-Implementierung liegt in einer modernen, hochverfügbaren und hochperformanten Lösung zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Damit kann den besonderen Anforderungen im Verbund mit der Europäischen Zentralbank und anderen Bankpartnern der OeNB entsprochen und die Rolle der OeNB im ESZB optimal unterstützt werden.
Verstärkte Internet-Auftritte
In ihrer strategischen Ausrichtung wird sich die OeNB künftig zunehmend auch E-Business-Initiativen widmen. Verstärkte Internet-Auftritte und weitere neue Service-Leistungen für die Kunden sind in Entwicklung. Aber auch im operativen Betrieb sorgt die dynamische Geschäftsentwicklung der imageträchtigen heimischen Geldinstitution Oesterreichische Nationalbank stets für neue Herausforderungen.
Die Oesterreichische Nationalbank
Mit zwei kaiserlichen Patenten vom 1. Juni 1816 wurde die "privilegierte oesterreichische National-Bank" gegründet, um das durch die napoleonischen Kriege zerrüttete Geldwesen in Österreich neu zu ordnen. Ihr wichtigstes "Privileg" war das Recht, als einzige Bank in Österreich Banknoten auszugeben.
1922 wurde die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) gegründet und bereits mit Beginn des Jahres 1925 in Österreich die Schillingwährung eingeführt. Am
1. Jänner 1999 wurde in elf Mitgliedstaaten der EU der Euro als gemeinsame Währung eingeführt. Die geld- und währungspolitischen Kompetenzen der OeNB sind auf die Europäische Zentralbank (EZB) übergegangen. Die OeNB ist integraler Bestandteil des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB).