![]() | |||||||
Österreichische Bundesbahnen - COMPAREX ist idealer Storage-Integrationspartner
Data Service Center der ÖBB unter Leistungszwang
Das zentrale Rechenzentrum (Data Service Center) erfüllt als interner Service Provider der Österreichischen Bundesbahnen mehrere unternehmensvitale Aufgaben. Hier werden Buchhaltung und die Kosten- und Konzernrechnung des gesamten Unternehmens geführt. Dazu kommen die Agenden für 3.400 angeschlossene SAP R/3 User. An die betriebswirtschaftlichen Applikationen im SAP-Umfeld werden besonders hohe Anforderungen gestellt. Die Menge der zu verarbeitenden Daten ist beträchtlich. 120.000 Bedienstete der ÖBB werden auch noch in ihrem Ruhestand über SAP abgerechnet. Die Verfügbarkeit des Rechenzentrums stellt da einen erfreulichen Zusatzeffekt dar. Ein anderer Aufgabenschwerpunkt dagegen weist zwingend in Richtung SAN / Storage Area Network. Der Güter- und Personenverkehr macht den 7x24-Betrieb absolut unverzichtbar. Ohne die permanente EDV-Anbindung wäre heute kein einziger Transport mehr möglich. Die Bestellabwicklung, zu deren Absicherung entsprechend hochperformante und ebenso hochverfügbare Systeme nötig sind, läuft teilweise über Internet. Um die Systembereitschaft auch für einen etwaigen Katastrophenfall sicherzustellen, wird ein zweites Rechenzentrum genutzt. Wenn Umweltkatastrophen, Anschläge oder Soft- bzw. Hardware Upgrades zu einem Systemstillstand im operativen Rechenzentrum führen, kann für kritische Applikationen auf einen zweiten Rechnerstandort umgeschaltet werden. So wird ein Totalausfall umgangen. ÖBB erweitert SAN Mit dem Aufbau eines SAN haben die ÖBB bereits 1999 begonnen. Die ersten Teststellungen gingen Anfang 2000 in Betrieb. Die ersten Server nahmen dann sehr bald ihren Vollbetrieb auf. Das außerordentlich schnelle Wachstum des SAN führte frühzeitig zu einem Überdenken des Gesamtkonzeptes von erforderlichen Speicherkapazitäten. Das Ergebnis dieser Überlegungen war eine überzeugende Lösung. Statt Hubs und Point-to-Point Verbindungen sollten nunmehr Switches ihre diffizilen Aufgaben bewältigen. Schon Mitte 2000 standen die ersten Hochleistungsdirektoren im Fibre-Chanel im Einsatz. Bereits Ende 2000 betrieben die ÖBB als erstes größeres Rechenzentrum in Europa einen solchen vielbeachteten 64-Board-Switch. Seit damals verzeichnen die Österreichischen Bundesbahnen ein derart dynamisches Wachstum, daß ihr Rechenzentrum jährlich bis zu 50 Server zusätzlich in das SAN einbinden kann. Alles im SAN - ein zukunftsicherer Status Heute sind nahezu alle der insgesamt 160 Server des Data Service Center an das SAN angeschlossen. Sämtliche Platten laufen über das Storage Area Network, so daß mit Ausnahme des Boot-Bereiches keine externen Platten mehr betrieben werden müssen. Dazu erläutert ÖBB-Projektleiter Mag. Wolfgang Danzinger: "Unser Konzept folgt der Überlegung, eine komplett geswitchte Umgebung bereitzustellen. Im nächsten Schritt werden wir das SAN so redundant auslegen, dass kein Single Point of Failure zu Systemunterbrechungen führen kann." Festplatten & Bandspeicher In der Folge wollen die ÖBB ihre dezentralen Server zusammenfassen. File- und Printserver werden ins Rechenzentrum konsolidiert. Archivlösungen werden ebenfalls im Data Service Center angesiedelt. Für Fileserver und Archivierungssysteme wird künftig weniger auf Jukeboxen als vielmehr auf sogenannte NAS (Network Attached Storage) vertraut. Dabei setzte die COMPAREX als Partner der deutschen Firma GRAU auf deren INFINISTORE Virtual Disk (IVD). Diese IVD kann Worm-Cartridges betreiben. Das sind juridisch einwandfrei anerkannte Archivierungsmedien, vergleichbar mit herkömmlichen CDs oder Cartridges für Jukeboxen. Der Vorteil solcher Virtual Disks liegt in ihrer nahezu unbegrenzten Skalierbarkeit. Außerdem sind IVD-Systeme einer Vielzahl von Servern zuordenbar, während eine Jukebox ja bloß einem einzigen Server zugewiesen werden konnte. Das verbessert Performance und Skalierbarkeit. Schließlich zeigen IVDs die selbe optimale Funktionalität wie zentrale Plattenhubsysteme und bieten somit Remote Copy, Spiegelung und Snapshots, Ausfallssicherheit über zwei Standorte und vieles mehr. Fileserver Konsolidierung im Insourcing Die für das ÖBB Rechenzentrum angedachte Fileserver Konsolidierung sieht im ersten Schritt das Insourcing von logisch 60 Servern ins Data Service Center vor. "Um bei unserer enormen Datenmenge die teure Plattentechnologie einigermaßen wirtschaftlich zu handhaben, sollen hier. Teile der Daten auf Platten gehalten werden, andere Teile jedoch im IVD-System auf Cartridges. Das Ganze wird gleichzeitig in einem virtuellen.System abgebildet, sodaß es für den User völlig unerheblich ist, wo die Daten gespeichert sind. Durch das billige Medium Cartridge ergeben sich natürlich wesentliche Einsparungseffekte, welche sich bei File-Servern bis zum Faktor 10 hochrechnen", erläutert Mag. Wolfgang Danzinger von den ÖBB sein Konzept. Ältere Daten, die nur sehr selten im Zugriff sind, können dank dieser Architektur auf billigste Art und Weise gespeichert werden. Sie stehen dem Benutzer selbstverständlich in der gleichen Art und Weise zur Verfügung, als wenn sie auf Platten lägen. Der IVD wird gegenwärtig in der Archivierung eingesetzt. Mit der Fileserver Konsolidierung will Danzinger ehestens beginnen. Dann wird auch dort wird HSM-Funktionalität (Hierarchisches Speicher-Management) verfügbar sein. 7,5fache Speichermenge verwaltbar IDC-Studien belegen, daß mit zentralen Lösungen wie SAN oder andere zentralen Storage Lösungen das bis zu 7,5fache einer Speichermenge durch die gleiche Anzahl an Mitarbeitern verwaltet werden kann. Diese IDC-Studien haben sich auch in der Praxis der ÖBB als zutreffend erwiesen. "Wir verwalten jetzt mit weiterhin bloß drei Mitarbeitern bereits 13TB an Daten. Dabei mußten wir bis dahin nur 300GB bewältigen", bestätigt Mag. Danzinger. "Unsere positiven finanziellen Erwartungen erfüllten sich also auch hinsichtlich Kriterien der Wirtschaftlichkeit. Ein weiterer wichtiger Aspekt für uns war, daß die Personalkosten nur rund 15% der Gesamtkosten der Peripherie betragen sollten. Auch das hat sich als machbar und richtig erwiesen." Zukunftssichere Partnerschaft - ÖBB & COMPAREX Im weiteren Projektfortschritt wird das Failover-Konzept vollständig umgesetzt. In der begleitenden Unterstützung und Betreuung bauen die Bundesbahnen auf COMPAREX. Eine solche weitreichende Partnerschaft ist für die Bundesbahnen notwendig und sinnvoll, weil das Umfeld für den Markt und daher auch für die ÖBB selbst neu ist. "Derzeit stellt sich unser SAN wie ein Single Point of Failure dar," konstatiert der ÖBB Projektverantwortliche Mag. Wolfgang Danzinger. "Wenn eine Komponente - angefangen vom Kabel bis hin zum Switch - innerhalb des SAN ausfällt, steht der betroffene Server. Da aber alle Server redundant ausgelegt sind, muß auch das SAN diesem Anspruch gerecht werden." Dazu wird noch einiges an Redesign im Speichernetzwerk realisiert. Gleichzeitig werden Lastverteilung und Performance-Messung integriert. Weiterhin eine große Herausforderung also für die Storage Experten von COMPAREX. Copyright 2008 COMPAREX. All Rights Reserved. | |||||||