Global Services    Lösungen    Produkte    News & Presse    Unternehmen    Karriere    Partner    

Suchen 

   Sie sind hier: Unternehmen Success Stories

Großschiff-Werft HDW - Speicherkonsolidierung sorgt für Leistung und Sicherheit
 
 

Verschiedene Client/Server-Applikationen mit den dazugehörigen Servern auf unterschiedlichen Hardware- und Betriebssystem-Plattformen zu betreuen gehört zum Alltag des HDW-Rechenzentrums. Ein SAN - Storage Area Network bewirkt eine zentrale Speicher- und Sicherungslösung, die von allen Systemen genutzt werden kann und weitestgehend automatisch funktioniert.



"Mit dem jetzigen Stand des Projekts haben wir bereits erreicht, dass wir einen zentralen Speicher-Pool, der sehr flexibel zu verwalten ist, für die angeschlossenen Server bereitstellen können. Die nötigen Reservekapazitäten sind nur einmal vorhanden und mit einer sehr sicheren Technik ausgestattet, so dass wir Hochverfügbarkeit leisten können."
MALTE GRIEM

EDV-Abteilung ausgegliedert

Die Howaldtswerke - Deutsche Werft AG (HDW) in Kiel besteht seit 160 Jahren. Heute ist sie die größte Werft Deutschlands - eine Universalwerft für Handelsschiffe, wie Kreuzfahrtschiffe, Fähren oder Containerschiffe, und für Marineschiffe wie U-Boote, Fregatten und Korvetten. Die Werft gehört zu den modernsten Europas. In Kiel beschäftigt HDW rund 3.200 Mitarbeiter.

Systemvielfalt beherrschen

HDW hat sich bereits in den 70er Jahren entschieden, ihre EDV-Abteilung in eine gesonderte Gesellschaft, die NIS - Norddeutsche Informations-Systeme GmbH, auszugliedern. Im Rechenzentrum der HDW werden Client/Server-Applikationen auf verschiedenen Hardware- und Betriebssystem-Plattformen betrieben. Im Einzelnen sind dies VMS-Systeme für die CAD-Entwicklung der Schiffe, SUN-Systeme für die Lagerführung, ein SAP-R/3-System für den betriebswirtschaftlichen Bereich, PC-Systeme für den File- und Print-Service sowie weitere Anwendungen. "Die unterschiedlichen Hardware-Plattformen", erinnert sich Dipl.-Math. Malte Griem, "haben uns in der Vergangenheit relativ viele Probleme bei der Bevorratung der Magnetplatten-Kapazität bereitet."

Die Systemvielfalt war ein Grund dafür, sich mit dem Konzept des Storage Area Network zu beschäftigen. Einen weiteren Anlass stellte die Sicherung dar. Malte Griem: "Wir haben zirka 40 NT-Server, 15 Novell- und 20 UNIX-Server in der Sicherung - alle mehr oder weniger lokal. Wegen der großen Datenmengen sind die Sicherungen über das Netzwerk nur bedingt möglich." Hier setzten die Verantwortlichen auf eine Vereinfachung mit Hilfe eines SAN, "indem wir zentrale Speicher- und Sicherungslösungen schaffen, die von allen Systemen genutzt werden können und weitestgehend automatisch funktionieren."

An den genannten Servern sind im UNIX-Bereich zirka 350 GB Magnetplatten-Kapazität und im PC-Server-Umfeld zirka 400 GB angeschlossen. Die VMS-Systeme im Rechenzentrum sind in die SAN-Lösung nicht einbezogen worden, weil, wie Malte Griem begründet, "die VMS-Anwendungen durch andere Plattformen abgelöst werden sollen."

Auswahlverfahren:

Nur ein Ansprechpartner
Angestrebt war eine Lösung mit je 200 GB Festplattenspeicher für NT und UNIX mit je vier angeschlossenen UNIX- und NT-Systemen und einer dafür adäquat ausgestatteten Sicherung, die ein volles Backup in acht Stunden ermöglicht.

Mit diesen Vorgaben wurden diverse Hersteller unter der Prämisse konfrontiert, dass sämtliche anzuschaffenden Geräte von einem einzigen Anbieter stammen sollten, "insbesondere wegen der noch nicht abgeschlossenen Normierung im Fibre-Channel-Bereich." Entscheidend für die Auswahl war, dass das Plattensubsystem bis 6 TB aufrüstbar sein musste.

Außerdem wurde bei HDW/NIS besonderer Wert auf eine echte Switching-Lösung im Fibre-Channel-Bereich gelegt. Malte Griem: "Im zentralen Bereich wollten wir die volle FC-Bandbreite auf jeder Verbindung zur Verfügung haben und keine Hub-Lösung, wie sie von einigen Herstellern auch angeboten wird.
COMPAREX war der einzige Anbieter, der eine komplette Switching-Lösung mit den geforderten Größen liefern konnte - und alles aus einer Hand: Deshalb haben wir uns für COMPAREX entschieden."

Enorme Datenmenge

Das SAN wurde zunächst mit zwei Testsystemen in Betrieb genommen. Dazu der Projektleiter: "Wir sind zur Zeit dabei, alle Server produktiv umzustellen. Das Problem eines solchen Systems ist die große Datenmenge. Dafür brauchten wir etwas mehr Zeit als eigentlich geplant." Nach der Umstellung soll dann zentral gesichert werden.

Nahezu automatischer Betrieb

"Mit dem jetzigen Stand des Projekts," kann Malte Griem stolz berichten, "haben wir bereits erreicht, dass wir einen zentralen Speicher-Pool, der sehr flexibel zu verwalten ist, für die angeschlossenen Server bereitstellen können. Die nötigen Reservekapazitäten sind nur einmal vorhanden und mit einer sehr sicheren Technik ausgestattet, so dass wir Hochverfügbarkeit leisten können." Als weiteren Schritt der zentralen Sicherung erwartet Malte Griem, "dass wir über einen zentralen Magnetband-Pool verfügen, der automatisch bedient wird, und dass sämtliche angeschlossenen Server nahezu bedienerlos gesichert werden können."

Langwährende Partnerschaft

Malte Griem zur Partnerschaft mit COMPAREX: "Die Verbindung zu COMPAREX besteht noch aus Großrechner-Zeiten und ist jetzt wieder aktiviert worden. Die heutige zum Einsatz kommende SAN-Technik stellt natürlich andere Anforderungen an die Mitarbeiter im Vertrieb und im Service. Wir fühlen uns aber gut betreut. Die Reaktionszeiten sind schnell, die Wege kurz, die angebotenen Lösungen akzeptabel."

Howaldtswerke - Deutsche Werft AG
(Geschäftsjahr 1998/99)
Umsatz: 1,236 Mrd. DM
(Handelsschiffbau: 406 Mio. DM
Marineschiffbau: 790 Mio. DM
Schiffsreparaturen: 19 Mio. DM
Sonstige Fertigung: 21 Mio. DM)
Auftragsbestand: 6,327 Mrd. DM
Mitarbeiter: 3.192