|  |  Mit dem Ziel, die bekannten "Jahr 2000"-Risiken zu umgehen, stellten die beiden Rechenzentren des Forschungszentrums Karlsruhe noch pünktlich ihre betriebswirtschaftlichen Anwendungen auf SAP R/3 um. Das zentrale Anliegen Datensicherheit wurde dabei durch ein Storage Area Network gelöst, das gesonderte Netzverbindungen für den Datenverkehr vorsieht.
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| Ab Herbst 1999 läuft der operative Betrieb und dann wird wegen der guten Hardware-Lösung ein sehr guter Betrieb ohne wesentliche Ausfallzeiten - auch über Nacht und am Wochenende - zu realisieren sein, weil sich die Hardware gegenseitig unterstützt, ohne dass eine ständige Überwachung vor Ort notwendig wäre. AXEL JÄGER, LEITER DES SAP-BEREICHS IM HIK, HAUPTABTEILUNG INFORMATIONS- U. KOMMUNIKATIONSTECHNIK, FORSCHUNGSZENTRUM KARLSRUHE
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Ein großes Projekt - ein Partner des Vertrauens
Noch vor dem Jahr 2000 sollte im Forschungszentrum die betriebswirtschaftliche Anwendung SAP R/3 das bisher betriebene SAP-System R/2 ablösen. Auf diese Weise sollten die andernfalls anstehenden Kosten für R/2-Umstellungsarbeiten vermieden werden. Gleichzeitig fiel die Entscheidung für eine organisatorische Neuerung: die Nutzung zweier Rechenzentren an etwa 500 Meter voneinander entfernten Standorten. Um dabei absolute Datensicherheit zu gewährleisten, sollte von Anfang an ein exakter Spiegel der jeweils anderen Datenwelt vorhanden sein. Die Daten sollten dabei auf zwei Standorte verteilt und damit voll abgesichert sein. Ein großes Projekt, das die Kooperation mit einem kompetenten und erfahrenen IT-Partner verlangte.
Bei der europaweiten Ausschreibung des Projekts überzeugte COMPAREX - übrigens schon seit 25 Jahren IT-Partner des Forschungszentrums - durch das beste Preis-Leistungsverhältnis. Und zwar in jedem Bereich, denn die Ausschreibung beinhaltete sowohl die Rechner und die Microsoft-Cluster-Anbindung als auch die RAID-Speicher, die Software-Installationen und die Hardware-Inbetriebnahme. Die Hardware-Auswahl wurde Anfang 1998 gemeinsam mit COMPAREX getroffen. Und die nachfolgende Implementierung der einzelnen Komponenten verlief problemlos.
Ein klares Konzept
Die Verbindung der beiden Rechenzentren geht über mehrere Wege. Zum einen sind die beiden TETRAGON dediziert mit den ESCON Kanälen verbunden, über die die Spiegelung erfolgt. Zum anderen sind die Rechner ebenfalls - dediziert - über Fibre Channel-Leitungen mit dem Speichersystem verbunden. Schließlich ist der Backup- Rechner, der also den zusätzlichen Spiegel in den Massenspeicher ablegt, über ein eigenes Fast-Ethernet-Segment mit einem Server verbunden, der wiederum in den Massenspeicher ablegt. Geplant ist, die Ablage in den Massenspeichern ebenfalls auf zwei verschiedene RZ zu verteilen und dann auch über "private" Leitungen zu verbinden, die vom öffentlichen Netz aus Sicherheits- und Performance-Gründen getrennt sind. Ständige Funktionalität der Server und auch des Microsoft-Clusters gewährleistet dabei ein SAN-Ansatz, der Server und TETRAGON Speicher verbindet. Sämtliche Daten gehen über einen Hub (COMPAREX LH 5000) und werden von dort, je nach aktivem Cluster, an den entsprechenden Server verteilt. Mit anderen Worten: Ein klares Konzept, das eine sehr hohe Ausfallsicherheit garantiert.
Vielversprechende Aussichten
Im Moment durchläuft das Projekt eine Testphase. Die Software-Implementierungen sind fast abgeschlossen. Im Zuge der Hardware-Installationen wird derzeit noch ein Backup-Rechner umgerüstet. Nach Abschluss der Testphase wird der operative Betrieb dann exakt so vonstatten gehen, wie das die Projektleiter geplant haben. Die SAP-Umstellung von einem vorher gesonderten R/2-Rechenzentrum in ein integriertes IT-Rechenzentrum mit zwei Standorten war die wesentliche Aufgabe der HIK. Gleichzeitig realisierte die zentrale IT-Einrichtung des Forschungszentrums den Wechsel zu R/3 - und das vor dem Eintritt ins nächste Jahrtausend. Die Implementierung von Hardware, Software und Datenkonfiguration wurde im gesetzten Zeitrahmen durchgeführt. Jetzt kann die Umstellung der R/3-Datenbanken zügig erfolgen, so dass die gesamte Konfiguration noch vor dem Jahr 2000 produktionsbereit ist. Und dass die Trennung der Netze für die Kommunikation, für die Steuerung der Server und für die eigentliche Datenwelt trotz der weit entfernten Standorte erreicht werden kann, dafür sorgt der Einsatz gesonderter Netzverbindungen. Denn der Datenverkehr wird auf speziell dafür vorgesehenen Storage Area Networks abgewickelt, während die Kommunikation auf anderen Netzwerkteilen läuft. Beide sind vorwiegend in Fibre-Technik organisiert, wobei Daten in erster Linie über Fibre-Channel-Arbitrated-Loop-Verbindungen beziehungsweise ESCON Kanäle ausgetauscht werden. Demgegenüber stehen für die Kommunikationsverbindungen Fast-Ethernet-Leitungen zur Verfügung. Kurz: Das Forschungszentrum Karlsruhe ist bestens gerüstet fürs neue Jahrtausend!
Forschung für Umwelt und Technik
Als öffentliche Forschungseinrichtung wird das Forschungszentrum Karlsruhe vom Bund sowie vom Land Baden-Württemberg finanziert. Die Aufgabe des früheren Kernforschungszentrums besteht heute darin, Forschungen für Umwelt und Technik - und zwar mit den Schwerpunkten Umwelt, Energie, Schlüsseltechnologien und Grundlagenforschung - zu leisten.
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| Related Links:
  | Axel Jäger, Leiter des SAP-Bereichs im HIK, Hauptabteilung Informations- u. Kommunikationstechnik, Forschungszentrum Karlsruhe
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